Das Trockene Auge bzw. das Sicca-Syndrom oder auch Keratoconjunctivitis sicca genannt ist mittlerweile eine der häufigsten Diagnosen bei Augenärzten. Häufig kämpfen Betroffene mit dem Gefühl ihr Augenarzt oder Augenärztin würde sie nicht richtig ernstnehmen. Einige Betroffene durchlaufen eine wahre Odyssee um sich Gehör zu verschaffen und ihre persönliche Lösung zu finden.

Diese kleine Webseite möchte Ihnen soweit wie möglich alle bekannten Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. Von der konventionellen Therapie, sprich der Schulmedizin über alternative Behandlungsmöglichkeiten bis hin, wie sie durch ihre Ernährung den Leidensdruck senken können bzw. ihre Augen wieder geheilt werden können.

Bitte beachten sie das die hier zur Verfügung gestellten Informationen einen Arztbesuch nicht ersetzen.


Ursachen von trockenen Augen

Unsere modernen Lebensgewohnheiten belasten unsere Augen stark. Lange Arbeitstage häufig vor dem PC oder Laptop, in zunehmend klimatisierten Räumen sind wahrer Stress für unsere Augen. Doch auch privat entspannen wir häufig vor dem Fernseher und auf dem Weg zur Arbeit oder zwischendurch geht der Blick auf das Smartphone oder Tablet.

Der immer höhere Blaulichtanteil in modernen Bildschirmen oder Displays tut sein Übriges. Durch das konzentrierte Sehen im Nahbereich reduziert sich ganz automatisch die Lidschlagsfrequenz. Häufig können wir bereits hier ganz gezielt entgegensteuern, sei es uns immer wieder zu zwingen bewusst zu blinzeln (auch hierfür gibt es bereits Programme), aber auch ganz bewusst aus dem Fenster zu schauen oder zumindest unseren Blick in die Weite schweifen zu lassen, um mit dem Weit-Sehen unsere Augen zu entspannen.

Der Winter ist für unsere Augen die wohl herausfordernste Zeit und so kommt es nicht von ungefähr das Augenärzte besonders in den Wintermonaten, durch aufgeheizte, trockene Luft, die Diagnose trockene Augen, häufiger stellen.

Aber auch die trockene Luft in Flugzeugen sowie Zügen, Zigarettenrauch, Feinstaub, Pollen etc. können zu Reizungen der Augen führen.

Kontaktlinsen und Pflegemittel

Kontaktlinsenträger leiden häufig unter trockenen Augen.
Bildquelle: life-literacy / Shutterstock.com

Auch Kontaktlinsen und Pflegemittel können zu Augenreizungen bzw. trockenen Augen führen. Auch ein bereits schon länger verwendetes Pflegemittel kann plötzlich nicht mehr vertragen werden.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass die Hygiene insbesondere bei Kontaktlinsen, von mir unterschätzt wurde. Aus Kostengründen wählte ich eine preiswerte Kombilösung für weiche Kontaktlinsen. Nach 5 Jahren bekam ich starke Probleme und hatte ein starkes Brennen, immer wenn ich am frühen Morgen, die Kontaktlinsen einsetzte. Ein erfahrener Optiker gab mir damals den Tipp, doch auf ein Produkt mit Wasserstoffperoxid mit einem speziellen Neutralisations-Behälter umzustellen (Wasserstoffperoxid ist sehr aggressiv, bitte unbedingt auf die Mindestzeiten zur Neutralisation achten).

Kaum hatte ich das neue Paar Kontaktlinsen mit dem neuen Lösung und Behälter genutzt, waren jegliche Probleme verschwunden.

Jedes Auge ist anders, doch häufig lässt sich mit einer guten Beratung, das eine oder andere Augenproblem ganz „einfach“ lösen. Eine weitere Möglichkeit besteht in besonderen Lösungen mit Hyaluronsäure. Diese bindet Feuchtigkeit in der Kontaktlinse selbst, darüber hinaus erleichtert dies auch das Einsetzen. Doch auch hier, bitte beachten sie, ob ihre Kontaktlinsen überhaupt dafür geeignet sind.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass weiche und harte Kontaktlinsen, ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile haben.

Weiche Kontaktlinsen sind ideal, wenn sie bisher noch nie Kontaktlinsen getragen haben. Sie werden häufig als besonders angenehm empfunden. Nachteilig wirkt sich, im Gegensatz zu harten Kontaktlinsen die geringere Sauerstoffdurchlässigkeit aus. Das heißt, die Augen bekommen weniger Sauerstoff, auch wenn die Hersteller mit immer neuen Techniken und Materialien daran arbeiten. Darüber hinaus sind weiche Kontaktlinsen sehr empfänglich für Ablagerungen, daher kann man aus meiner Erfahrung, das Thema Hygiene nicht genug betonen.

Bei sehr starken Beschwerden mit trockenen Augen ist häufig ein Tragen von harten Kontaktlinsen nicht mehr möglich bzw. aktuell nicht möglich. Harte Kontaktlinsen benötigen ein Mindestmaß an Tränenflüssigkeit, da sie sozusagen auf dem Tränenfilm gleiten. Mit jedem Lidschlag, bewegt sich die harte Linse auf dem Auge und sorgt damit für eine beispiellose Sauerstoffversorgung. Jedoch ist genau hierfür genügend Tränenflüssigkeit notwendig.

Harte Kontaktlinsen haben darüber hinaus Vorteile in der Langzeitverträglichkeit, denn insbesondere Trockene Augen, aber auch Augenentzündungen treten hier weniger auf, da es keinen zusätzlichen Nährboden, wie bei weichen Kontaktlinsen gibt.

Eine mögliche Alternative für trockene Augen bzw. damit verbundene Augenreizungen kann in Tageslinsen bestehen. Aufgrund des täglichen Wechsels ist die Problematik von Entzündungen, durch Kontaktlinsen sehr viel geringer, da diese nach dem Tragen direkt entsorgt werden.

Auch hier gibt es bereits einige Hersteller, die insbesondere bei trockenen Augen, qualitativ hochwertige Tageslinsen herstellen. Leider ist neben der Qualität auch der Preis entsprechend höher.

Grundsätzlich jedoch ist das Tragen von Kontaktlinsen bei trockenen Augen nicht zu empfehlen. Allerdings sollte dies am besten mit einem Augenarzt abgeklärt werden. Insbesondere bei Büroarbeit ist eine Brille zu empfehlen, wobei soweit der Augenarzt, dies für möglich hält, auch ein Wechsel in der Freizeit oder besonderen Anlässen möglich ist.[1][2][3]

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Medikamente

Medikamente können neben der gewünschten Wirkung auch als Nebenwirkung den Tränenfilm beeinflussen. So können beispielsweise Allergiemedikamente (Antihistaminika); Bluthochdruckmedikamente, wie Betablocker; Wassertabletten (zur Entwässerung); Antidepressive sowie Beruhigungsmittel. Auch die Pille oder eine Hormonersatztherapie können Trockene Augen verursachen bzw. beeinflussen.

Sollte der Verdacht bestehen, dass ein Medikament die trockenen Augen verursacht (beispielsweise, seit der erstmaligen Einnahme trat die Trockenheit das erste Mal auf), so sollte der Gang zu dem Arzt, welcher das Mittel verordnet hat, führen. Möglicherweise gibt es Alternativen für das verschriebene Medikament oder auch eine Dosisreduktion ist möglich.

Sjörgen Syndrom

Das Sjörgen-Syndrom zeichnet sich durch einen allgemeinen Rückgang von Tränen- und Speicheldrüsen aus und betrifft damit neben den Augen, auch potentiell die Mundschleimhaut, den Magen-Darm Trakt sowie möglicherweise den Atemtrakt.

Glücklicherweise gehört das Sjörgen Syndrom zu den ehr selteneren Erkrankungen. Mögliche Anhaltszeichen hierfür lassen sich im Blutbild feststellen.[4]

Hauterkrankungen

Hauterkrankungen wie Rosazea können trockenen Augen begünstigen
Bildquelle: Lipowski Milan / Shutterstock.com

Leider können auch Hauterkrankungen Probleme mit den Augen hervorrufen. So kann insbesondere Rosazea sowie Neurodermitis eine allgemeine Trockenheit von Haut und Schleimhäuten bedingen. Rosazea ist auf das Gesicht beschränkt und kann in Form von Rötungen, die als Flecken erscheinen auftreten. Darüber hinaus kann es durch die erweiterten Blutgefäße in den entsprechenden Arealen zu entzündlichen Knötchen kommen.

Nach einer Diagnose beim Hautarzt kann neben einer potentiell, medikamentösen Behandlung (z.B. niedrig-dosierte Antibiotika, Salben etc.) auch durch den Betroffenen selbst, ein positiver Einfluss auf die Krankheit genommen werden. So kann durch eine milde Kosmetik, Schutz vor zu viel Sonne, Gesichtsmassage aber auch gezielte Entspannungsübungen ein kommender Schub häufig abgemildert werden.[5]

Weitere Erkrankungen die Trockenen Augen, als Symptom hervorrufen können:

  • Diabetes
  • Allergien
  • Reizdarm-Syndrom
  • Magen-Darm Erkrankungen
  • Colitis ulcerose
  • Schlafapnoe (aufgrund der Beatmungsgeräte, hier kann eine Augensalbe in der Nacht helfen)
  • Hormonale Veränderungen aufgrund des postmenopausalen Status (Wechseljahre)[6]

Kosmetik

Auch Kosmetika können Augenprobleme nach sich ziehen. Exemplarisch sollen hier einige benannt werden.

Auch wenn Cremes ehr entfernt vom Auge aufgetragen werden, „wandern“ diese häufig im Laufe des Tages, auch in Richtung der Augen. Je nach Empfindlichkeit kann dies den Ausschlag für Augenprobleme, wie Rötungen oder Reizungen allgemein geben. Für das trockene Auge bedeutet dies aber zumindest eine zusätzliche Reizung.

Insbesondere Mascara ist bei Augenärzten bekannt dafür, sich an der Augenoberfläche zu sammeln. Auch besteht die Möglichkeit, dass sich diese in der Bindehaut des Auges ansammeln.

Grundsätzlich sollte das Haltbarkeitsdatum nach Öffnung immer beachtet werden (i.d.R. spätestens nach 3 Monate zu entsorgen), denn nach dem benannten Datum können sich Mikroorganismen häufig sehr schnell in der Kosmetik ausbreiten, da auch Konservierungsmittel nur einen begrenzten Wirkzeitraum haben. Die Lagerung von Kosmetika sollte grundsätzlich bei unter 30 Grad erfolgen, da auch hier sonst das Konservierungsmittel abgebaut wird. Auch sollten insbesondere Augenkosmetika nur von einer Person verwendet werden, mit jeder Weitergabe von Kosmetik erhöht sich die Gefahr von Infektionen am Auge.

Häufig können Augenkosmetika aber auch erst der Auslöser für ein ansonsten gesundes Auge sein. So kann das Wechseln zu anderer Kosmetika oder einem anderen Hersteller, das zeitweise Weglassen oder einfach nur das Beachten des Haltbarkeitsdatums zumindest eine Erleichterung bringen.[7]

Psyche und Schicksalsschläge

Dass unsere Psyche einen breiten Einfluss auf unseren Körper hat ist heute weitestgehend unbestritten. Inwieweit man trockene Augen mit der Psyche in Verbindung bringen kann ist jedoch bis heute nicht wissenschaftlich belegt.

Trotz dessen kann sich ein Blick in das weite Feld der Psychosomatik lohnen. Insbesondere nach traumatischen Erlebnissen, wie Todesfällen in der Familie oder eines Partners, Trennungen, Vergewaltigungen oder dem Aufflammen traumatischer Erfahrungen aus der Kindheit können häufig körperliche Symptome im Allgemeinen beobachtet werden.

Inwieweit solche oder ähnliche Erfahrungen auch mit Symptomen an den Augen einhergehen kann Jeder nur für sich selbst beantworten.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich zumindest eine entfernte Verbindung herstellen. Nach einer zweijährigen Phase der Betreuung eines geliebten Menschen und dem letztendlichen Tod, ging es mir während dessen körperlich immer schlechter. Nach dem Todesfall erreichte es seinen Höhepunkt um mittlerweile wieder langsam abzuklingen. So konnte ich zumindest zum Teil unterdrückte Trauer aber auch Wut den körperlichen Symptomen, mittlerweile zuschreiben.

[1] http://cms.augeninfo.de/hauptmenu/augenheilkunde/brille-kontaktlinsen-co/formstabile-harte-oder-flexible-weiche-kontaktlinsen.html

[2] http://www.augen.de/brille-und-linsen/kontaktlinsen/

[3] http://www.sehen.de/kontaktlinsen/formstabile-kontaktlinsen/

[4] http://dgrh.de/sjoegren.html

[5] http://www.apotheken-umschau.de/Rosazea/Rosazea-Therapie-53484_5.html

[6] https://www.rosenfluh.ch/media/arsmedici/2013/04/Das_rockene_Auge.pdf

[7] http://www.das-trockene-auge.info/2010/11/nebenwirkungen-von-kosmetika-der.html

Diagnose und Testverfahren durch den Augenarzt

Bildquelle: Africa Studio / Shutterstock.com

Die Diagnose sollte durch einen Augenarzt erfolgen, so lässt sich häufig allein anhand der Schilderungen des Patienten, eine Diagnose-Richtung ableiten. Darüber hinaus wird der Augenarzt nach dem typischen Auftreten der Symptome fragen.

Darüber hinaus wird er nach Allgemeinerkrankungen fragen, welche Medikamente eingenommen werden, Benutzung bestimmter Augenkosmetika oder auch der Gebrauch von Kontaktlinsen.

Bei einem gewissen Teil der Patienten lassen sich bereits hierbei Gegenmaßnahmen treffen. So ist es zu empfehlen das Tragen der Kontaktlinsen zu minimieren oder teilweise sogar für eine bestimmte Zeit einzustellen.

Dieser Punkt war für mich persönlich der Schwerste, denn bei meiner hohen Dioptrienzahl von -9,0 sieht keine Brille wirklich toll aus. Leider hat mich dies eine zu lange Zeit davon abgehalten, die Brille aufzusetzen.

Der Augenarzt wird dann in der Regel die klassische Spaltlampenuntersuchung durchführen, und dann damit das Auge genauer begutachten. Gibt es Rötungen die mit bloßen Auge nicht zu sehen sind? Gibt es mögliche andere Augenerkrankungen? Wie sehen die Augenlider aus? Gibt es Verkrustungen?

Auch kann die Spaltlampenuntersuchung bereits einen Eindruck über die Tränenmenge geben.

Schirmer Test

Der sogenannte Schirmer Test gibt Aufschluss über die Menge der Tränenflüssigkeit. So wird ein spezieller Filterpapierstreifen in den äußeren Lidwinkel eingelegt, nach einem gewissen Zeitraum kann der Augenarzt anhand einer Skala ablesen, wie die Menge der Tränenflüssigkeit vom Normalzustand abweicht.

Tränenfilmaufrisszeit

Mit einem speziellen Farbstoff (in Augentropfen oder mit einem speziellen Papierstreifen) wird der vordere Augenabschnitt angefärbt. Unter blauen Licht kann der Augenarzt jetzt erkennen, nach wie viel Sekunden der Tränenfilm abreißt. Der Normallfall beträgt 20-30 Sekunden, nach diesem Zeitraum würde das Auge wieder blinzeln und das Auge ist optimal versorgt.

Darüber hinaus erkennt der Augenarzt damit auch mögliche Defekte auf der Hornhaut Oberfläche und der Bindehaut.

Bengalrosafärbung

Hierbei handelt es sich um einen anderen Farbstoff in Form von Augentropfen. Leider reizt dieser das Auge etwas mehr und so wird das Auge vorher betäubt. Mit der Färbung erkennt der Augenarzt vor allem das Ausmaß der Schädigungen der Horn- und Bindehaut sowie der sogenannten Schleimschicht des Tränenfilms.

Farnkraut-Test

Bei diesem Test wird ein Tropfen der Tränenflüssigkeit, häufig unter dem Mikroskop betrachtet und lässt damit eine Aussage über die Zusammensetzung des Tränenfilms zu.

In Ausnahmefällen werden Patienten auch an spezielle Kliniken weitergeleitet, so können dort weitere, speziellere Untersuchungen vorgenommen werden.[1][2][3]

[1] http://cms.augeninfo.de/hauptmenu/augenheilkunde/augenerkrankungen/trockeneaugen.html

[2] http://www.navigator-medizin.de/wechseljahre/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-wechseljahre/beschwerden/trockenes-auge/ursachen-a-symptome/741-was-untersucht-der-augenarzt-um-ein-trockenes-auge-festzustellen.html

[3] http://www.vitanet.de/krankheiten-symptome/trockenes-auge

Therapiemöglichkeiten der trockenen Augen

Befeuchtende Augentropfen

Bei leichten Beschwerden kann ein einfaches Tränenersatzmittel bereits die gewünschte Linderung verschaffen. Umso stärker jedoch die Beschwerden, umso höher sind auch die Anforderungen an das Tränenersatzmittel bzw. die befeuchtenden Augentropfen.

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Grundsätzlich kann man festhalten umso leichter die Beschwerden, umso flüssiger kann das Tränenmittel sein, umso schwerer die Beschwerden, umso mehr dickflüssiger (steigende Viskosität) sollten die Augentropfen sein.

Insbesondere Augengele, aber auch Augensalben empfehlen sich vor allem bei stärkeren Beschwerden. Der Nachteil liegt hier vor allem in einer kurzzeitigen eingeschränkten Sicht. Augensalben sind insbesondere für die Nacht zu empfehlen, da im Schlaf keine Tränenflüssigkeit vom Auge produziert wird. Das kann bei bestehenden Trocken Augen, zu einem schwereren Öffnen der Augen am Morgen führen. Teilweise wird auch ein „Kleben“ der Augenlider beschrieben.

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Augengele schützen die Augen besonders intensiv. Dabei werden verschiedene Inhaltsstoffe genutzt um die Tropfen „einzudicken“, so u.a. Polividone (Bsp. Vidisept-Augentropfen), Carbomere (Bsp. Artelac nighttime), eine spezielle Art von Cellulose ( (Bsp. Sicca Stulln-Augentropfen), Polymere (Bsp. Systane-Augentropfen) oder auch Polyvinylalkohole (Bsp. Liquifilm-Augentropfen).

Allein an dieser Auswahl wird deutlich, allgemein kann die Suche nach dem passenden Tränenersatzmittel aufwendig sein und das Probieren von verschiedenen Produkten und Herstellern nötig machen. Denn so unterschiedlich die verschiedenen Arten von Augentropfen auch sind, mindestens so sehr unterscheiden sich auch unsere Augen von denen anderer. Sobald jedoch das passende Produkt gefunden ist, sollte man diesem Produkt treu bleiben. Denn jede zusätzliche Veränderung und so auch die des Tränenersatzmittels, reizt die Augen unnötig zusätzlich.

Grundsätzlich sollte bei bereits bestehenden trockenen Augen auf jegliche Konservierungsmittel verzichtet werden. Einige der von Herstellern verwendeten Konservierungsmittel stehen im Verdacht die Entstehung bzw. Verschlimmerung von trockenen Auge zu fördern. Jedoch muss hier angemerkt werden, das Konservierungsmittel grundsätzlich nichts Schlechtes sind. Sie schützen die Augentropfen vor eindringenden Viren, Bakterien und/ oder Verunreinigungen, die wiederum eine Reizung oder auch Entzündung nach sich ziehen könnten. Beispiele für besonders schädliche Konservierungsmittel

Um auf Konservierungsmittel verzichten zu können gibt es zwei Wege, einerseits die Benutzung von Einzeldosenbehältnissen (EDO), hier wird der einzelne Minibehälter meist sofort verbraucht oder, je nach Herstellerangabe auch teilweise innerhalb von bis zu 12 Stunden. Es sollte hier vor allem darauf geachtet werden, den Behälter, wenn möglich sofort wieder zu verschließen.

Eine weitere Möglichkeit für den Verzicht auf Konservierungsmittel besteht in den Behältern selbst, mit speziellen Tropftechniken bzw. -mechanik, sodass ein Rückfluss der Augentropfen nicht möglich ist. Diese Variante wird zunehmend genutzt und hat neben der Konservierungsmittelfreiheit darüber hinaus den Vorteil, eines mittelfristig günstigeren Preises, da die Tropfen, je nach Herstellerangabe, teilweise bis zu 6 Monate genutzt werden können (Bsp. Augentropfen von Ursapharma).

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Liposomale Tränenersatzmittel

Liposomale Tränenersatzmittel sind vor allem für Augen mit gestörter Fettschicht zu empfehlen. Hier produziert das Auge meist genügend Wasser, es fehlt jedoch die schützende Fettschicht.

Liposomale Tränenersatzmittel gibt es grundsätzlich in zwei unterscheidbaren Varianten. Eine Form sind die klassischen Augentropfen, die neben den Wasser-Anteil auch noch Fette enthalten. Darüber hinaus die Form des liposomalen Sprays, das auf die geschlossenen Augen aufgesprüht wird.

Tränenersatzmittel mit Heparin

Augentropfen schützen vor Trockenheit.
Bildquelle: Dragana Gordic / Shutterstock.com

Heparin Augentropfen sowie Heparin-Salben nehmen sich insbesondere der mittelfristigen Folgen von trockenen Augen an, bzw. verhindern diese. Je länger die Trockenheit anhält umso mehr steigt die Gefahr von entzündlichen Prozessen und Reizungen durch den ganz natürlichen Lidschlag.

Heparin, ursprünglich in der Blutverdünnung angewandt, hat anti-entzündliche, antiallergische sowie wundheilungsfördernde Eigenschaften die genau hier ansetzen.

Eine beispielhafte Möglichkeit besteht dabei in der Anwendung von HYLO-PARIN® von Ursapharma. Aus meiner Erfahrung sind die Tropfen zwar auch im Internet, eindeutig im höherpreisigen Bereich, jedoch ohne Konservierungsstoffe und äußerst sparsam in der Anwendung. Darüber hinaus enthalten sie Hyaluronsäure und eine kleine Menge Glycol. Damit werden die Augen befeuchtet sowie kann das Augenlid leichter über die Augen gleiten, das versprach in meinem Fall, weniger Reizungen.

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Nahrungsergänzungsmittel

Auch mit der zusätzlichen Einnahme von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und antioxidativen Nahrungsergänzungsmitteln kann die Tränenproduktion wieder angeregt werden.

Häufig bestand damit bereits vorher ein Mangel an Nährstoffen, wobei auch hier darauf hingewiesen sei, dass grundsätzlich Mangelerscheinungen in unseren Breitengraden ehr selten sind. Auch sollten diese nicht zum Ersatz einer ausgewogenen Ernährung verwendet werden, um die Hinweise auf den Schachteln der Nahrungsergänzungsmittel zu zitieren.

Omega 3 Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wirken unter anderem entzündungshemmend und genau diese Wirkung macht man sich bei der Behandlung von trockenen Augen zu nutze. Insbesondere bei der chronischen Lidrandentzündung bzw. Blephartis wurden positive Erfahrungen gemacht.

Jedoch auch hier bedarf es einer gewissen Geduld, denn die Kapseln wirken meist erst nach 3 Monaten bzw. auch erst später, wobei die Einnahme auf Dauer erfolgen sollte. Die Empfehlungen zur Menge schwanken, wobei ein Richtwert von ca. 1.500 mg bis zu 5.000 mg an Omega-3-Fettsäuren angegeben wird. Zu beachten ist hierbei, dass es sich meist um Mischungen aus verschiedenen Omega-Fettsäuren handelt, die zu einer besseren Wirkung verhelfen sollen.

Natürliche Quellen sind neben den bekannten Omega-3 Kapseln, insbesondere fette Kaltwasserfische aber auch Leinsamen. [1]

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Vitamin A

Vitamin A ist das Augenvitamin schlecht hin. Eine Begleiterscheinung von Vitamin-A Mangel ist Augenbrennen allgemein sowie Trockenheit. Ein Grund für die Vitaminunterversorgung kann auch eine Leberfunktionsstörung sein. Hierbei empfiehlt sich ein großes Blutbild um auch mögliche andere Ursachen für das trockene Auge (wie Rheuma) auszuschließen bzw. mögliche Vitamin-Mangelzustände aufzudecken.[2] Aus Beta-Carotin stellt der Körper übrigens Vitamin A selbst her. Der Tagesbedarf von Vitamin A liegt bei Frauen, bei ca. 0,8 mg, bei Männern um 1,0 mg.

Vitamin C und E

Vitamin C und E gelten als sogenannter Radikalfänger und wirken damit antioxidativ. So haben u.a. diese Vitamine die Kraft schädliche Radikale im Körper zu neutralisieren. Auch die Linse des Ausges beinhaltet Vitamine. Der Tagesbedarf an Vitamin C liegt bei ca. 75 mg, der von Vitamin E bei ca. 12 mg.

Lutein und Zeaxanthin

Lutein und Zeaxanthin  sind vor allem in der sogenannten Makula, also dem gelben Fleck, mitten auf der Netzhaut des Auges vorhanden. Dieser gelbe Fleck ermöglicht das scharfe Sehen. Mit forschreitenden Alter nimmt die Konzentration von Lutein im Auge ab. Teilweise wird diese Abnahme auch mit der sogenannten Makuladegeneration in Verbindung gebracht.

Um die Augen zu schützen sollte insbesondere eine Sonnenbrille nicht fehlen, sowie auf Smartphones, Tablets und Desktop-PC´s sollte ein sogenannter Blaulichtfilter installiert werden. Diese gibt es kostenfrei und sie schützen neben den Augen, auch den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus, denn blaues Licht, das sehr stark von LED-Bildschirmen ausgestrahlt wird, signalisiert dem Körper es sei helllichter Tag. Damit fällt auch das Einschlafen schwerer. Mit einem Blaulichtfilter kann der Körper wieder Schlafhormone ausschütten (u.a. Melatonin) und einer geruhsamen Nacht steht nichts mehr im Wege.[3]

Astaxanthin

Astaxanthin ist nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft das wohl stärkste Antioxidans, das man dem Körper zuführen kann. Sobald sie Google oder eine andere Suchmaschine bemühen wird ihnen eine fast schon unglaubliche Menge an positiven Wirkungen versprochen. Das ist meist nichts Ungewöhnliches, gilt es doch auch meist die Produkte auf der gleichen Internetseite zu verkaufen.

Doch Astaxanthin scheint wirklich ein sehr breites Anwendungsspektrum zu haben, dass sich allein daraus erklärt, dass es in der Lage, überschiessende Entzündungsreaktionen im Körper wieder auf Normalmaß, aber zumindest ein geringeres Niveau zu senken. Und genau an diesem Punkt ist es u.a. auch für die Thematik der trockenen Augen interessant, denn trockene Augen resultieren mittlerweile in der Medizin recht unbestritten, aus einer chronischen Entzündungsreaktion.

Doch woher stammt eigentlich Astaxanthin? Wussten sie das Flamingos nach dem schlüpfen eigentlich weiß sind? Erst im Laufe der Zeit werden sie mehr und mehr rosa. Aber auch Lachse werden nicht rosa geboren. Die Erklärung findet sich in der Ernährung und genauer gesagt in der Alge ……. Diese enthält Astaxanthin und führt zu der Verfärbung.

Es wird vermutet das erst die Ernährung und das darin enthaltene Astaxanthin, Lachsen die Kraft gibt, stromaufwärts zu ihren Leichplätzen zu gelangen.

Doch zurück zu den Wirkungen für unsere Augen, die besonders interessante Fähigkeit von Astaxanthin liegt darin, die sogenannte Blut-Hirn Schranke sowie die Blut-Retina Schranke überwinden zu können. Das heißt Astaxanthin kann wahrscheinlich seine entzündungshemmende Wirkung auch direkt im Auge entfalten. Eine direkte wissenschaftliche Studie um die Auswirkungen für das trockene Auge wurde bisher leider nicht ausgeführt. Jedoch wurde in anderen Studien festgestellt, das die sogenannte Augenermüdung bei zu langen Zeiten am PC, aber auch langem Lesen, signifikant abnahm. Ferner werden auch positive Wirkungen auf die sogenannten degenerativen Augenerkrankungen beschrieben.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich eine positive Wirkung auf meine trockenen Augen definitiv bestätigen. Aber auch hier ist jeder Körper anders und die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, wie Astaxanthin oder andere ersetzt natürlich nicht den Gang zum Augenarzt.

Antibiotika und Kortison

Die Behandlung von trockenen Augen mit Kortison und Antibiotika muss mit einem Augenarzt abgeklärt werden.
Bildquelle: Stefan Holm / Shutterstock.com

Antibiotika stellen eine weitere Behandlungsmöglichkeit dar. Insbesondere bei einer akuten Entzündung im Auge, werden diese zunächst mit Antibiotika-Augentropfen behandelt.

Bei der sogenannten Blephartis, als der chronischen Lidrandentzündung werden häufig auch niedrigdosierte Antibiotika als Tablette verabreicht, um die Entzündung in den Lidern abzumildern.

Kortison kann darüber hinaus als weiteres Mittel der Wahl benannt werden, wobei dies jedoch eindeutig mit Ihrem Augenarzt abgeklärt werden sollte. Leider eignet sich Kortison nicht zur langfristigen Behandlung aufgrund möglicher Nebenwirkungen.

Hormonpräparate

Hormonpräparate befinden sich derzeit noch in der Entwicklungs- bzw. Erprobungsphase, sodass es in Zukunft eine weitere konventionelle Behandlungsmethode geben könnte.

Ciclosporin A bzw. Restasis® – Ikervis®

Der Wirkstoff Ciclosporin bzw. unter dem Handelsnamen Restasis®  wurde in den USA bereits 2001 für die Behandlung trockener Augen zugelassen. Im März 2015 erfolgte nunmehr auch eine Zulassung für den europäischen Markt, unter dem Handelsnamen Ikervis®. Seit Mitte 2015 erfolgte auch die Zulassung in Deutschland.

Es handelt sich hierbei um ein Immunsuppresivum, welches die Entzündungsreaktion, die als Ursache für das trockene Auge vermutet wird unterdrückt. Ciclosporin ist allerdings auch aus einem anderen Bereich bekannt und zwar wurde es bereits seit Längerem zur Unterdrückung der Immunreaktion bzw. einer Abstoßungsreaktion bei Organtransplantationen genutzt.

Ikervis® enthält Ciclosporin in einer Konzentration von 1 mg/ml (0,1%) in einer unkonservierten, kationischen Öl-in-Wasser Emulsion der Vorteil hierbei liegt laut Hersteller in einer verbesserten Verteilung auf der Augenoberfläche.

Die Nebenwirkungen sind insbesondere Rötungen, Brennen beim Eintropfen und teilweise ein Stechen in den Augen, hierfür ist es empfehlenswert sich mit dem Augenarzt oder Apotheker über mögliche Wechselwirkungen sowie weitere Nebenwirkungen in Verbindung zu setzen.

Der Wirkeintritt wird unterschiedlich beschrieben, in den USA wird, allerdings in einer anderen Wirkkonzentration, ein Wirkeintritt im 3-6 Monat der regelmäßigen Behandlung angegeben.

Doch auch hier gilt die Regel, jedes Auge ist anders und mE ist es wohl auch abhängig davon, wie lange bereits die Probleme bestehen sowie in welchen Ausmaß.

Das Fertigarzneimittel wird auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, soweit der Augenarzt eine schwere Keratitis bei Erwachsenen mit trockenen Augen feststellt. Darüber hinaus besteht die Bedingung, dass trotz der Behandlung mit Tränenersatzmitteln keine Besserung eingetreten ist. Die Hürden zur Verordnung seitens des Augenarztes können also als recht hoch eingeschätzt werden. Das Mittel selbst kann auch gegen Privatrezept eigenständig erworben werden, wobei eine Monatsration mit ca. 110 EUR zu Buche schlägt.

Vor der Zulassung auf dem europäischen Markt erfolgte teilweise auch eine Mischung durch Apotheken, inwieweit dies nach der Zulassung noch möglich ist, kann leider nicht eingeschätzt werden.[4]

[1] https://www.augenklinik.uni-bonn.de/patienten/sprechstunden/das-trockene-auge#section-11

[2] http://www.netdoktor.de/symptome/trockene-augen/

[3] http://www.fid-gesundheitswissen.de/augenheilkunde/sehstoerungen/sehstoerungen-diese-vitalstoffe-brauchen-ihre-augen-dringend/

[4] http://www.santen.eu/de/mi/news/Pages/Santen-bringt-Ikervis%C2%AE-in-Deutschland-auf-den-Markt.aspx

Weißmacher

Sogenannte „Weißmacher“ gibt es in einer schier unendlichen Anzahl, wobei allen eines gleich ist, sie verengen die Blutgefäße am Auge und so verschwindet jegliche Rötung. Damit erscheinen die Augen gesund, jedoch liegt auch hier der Haken. Sie scheinen gesund, denn auf Dauer schaden diese Mittel den Augen erheblich und führen zu einer gewissen Abhängigkeit, da sie immer schneller wieder nachröten. Die Rötung der Augen ist ein Zeichen, dass das Auge entzündet ist oder eben gerade einfach mehr Sauerstoff braucht. Weißmacher unterdrücken künstlich diesen Bedarf. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie die Symptome des Trockenen Auges sich noch verschlimmern.[1]

Punkt-um Plugs

Bei hohem Leidensdruck besteht eine weitere Möglichkeit im Setzen von Tränenpunktstopfen oder auch Punctum Plugs genannt. Hierbei werden meistens die unteren beiden Tränenpünktchen (an diesen fließt bis zu 80 % der Tränenflüssigkeit ab) durch einen „Stöpsel“ aus Plastik verschlossen. So kann weniger Tränenflüssigkeit aus dem Auge abfließen und bleibt damit dem Auge erhalten um es optimal zu befeuchten. Teilweise reicht dies jedoch nicht ganz aus, sodass weiterhin Tränenersatzflüssigkeit getropft werden muss, wobei dies meist bedeutend weniger als vorher geschehen muss. Der Vorgang an sich dauert nur wenige Minuten und die Verweildauer am Auge ist zumindest theoretisch unbegrenzt.

Einige Betroffene konnten hiermit ihre Probleme gänzlich beseitigen.

Neben der Möglichkeit des Punctum Plugs aus Plastik sowie speziellen Gelen, welcher jederzeit durch einen Augenarzt wieder entfernt werden kann, besteht darüber hinaus die Möglichkeit der dauerhaften Verödung der Tränenpünktchen. Dabei handelt es sich jedoch um Ausnahmefälle.[2][3]

Eigenserum

Eigenserum-Augentropfen ist eine weitere Möglichkeit des Ersatzes von fehlender Tränenflüssigkeit und dabei wohl eine der natürlichsten Methoden überhaupt. Die Problematik insbesondere bei frei-verkäuflichen, konventionellen Tränenersatzmitteln ist, dass sie zwar den Mangel an Flüssigkeit oder Fetten (liposomale Augentropfen) gut ausgleichen, jedoch bisher nicht den eigentlichen, ureigenen Tränen nahe kommen. Wie bereits erwähnt, ist die körpereigene Tränenflüssigkeit mehr als nur Wasser. Sie enthält neben den bekannten Inhaltsstoffen körpereigene Abwehrstoffe, Nährstoffe und darüber hinaus unterscheidet sich die Zusammensetzung in der Menge auch noch von Mensch zu Mensch.

Die Vorteile des Eigenserums liegen damit recht deutlich auf der Hand, wobei allerdings immer weniger Kliniken diese Augentropfen herstellen. Empfehlenswert ist hier nach einer Augenklinik in seiner Nähe zu schauen, welche sich auf trockene Augen spezialisiert hat. Darüber hinaus finden sie unter der Webseite http://www.kmt-trockene-augen.de/Augentropfen.html eine Auflistung von Kliniken. Auch hier gilt, für die Nutzung des Links kann keine keine Haftung übernommen werden.[4]

[1] http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Augen/Augenpflege/Augenarzneien-Cremen-Salben-Tr-3958.html

[2] RUCK TMED – Publikation „Trockene Augen? Sind für mich kein Problem mehr“, Patientenbroschüre

[3] http://www.aivimed.de/aerzte/produktkatalog/trockenes-auge/punctum-plugs/

[4] http://www.kmt-trockene-augen.de/Augentropfen.html

Operationen

In einigen Fällen wird zur Behandlung von trockenen Augen eine Operation notwendig.
Bildquelle: Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com

In einigen Fällen kann es auch notwendig sein operativ einzugreifen. Auch wenn es sich hierbei um wirkliche Ausnahmefälle handelt, sollen diese in den Behandlungsmöglichkeiten nicht fehlen.

Lidfehlstellungen, die vom Augenarzt festgestellt werden, können eine Operation notwendig machen. So kann es beispielsweise durch abstehende Lider zu einem trockenen Auge kommen oder dieses noch verstärken. Durch eine Lidoperation kann diese Fehlstellung beseitigt werden und damit die Symptome des Trockenen Auges beseitigen oder zumindest verbessern.

Die Notwendigkeit einer Operation kann u.a. auch bei dem sogenannten Sjörgen-Syndrom bestehen. Hier besteht die Möglichkeit Schleimhaut aus dem Innenraum des Mundes zu verpflanzen und an die Tränenkanäle des Auges „anzuschließen“. Allgemein wird diese Operation als äußerst aufwendig beschrieben und wird nur von wenigen Operateuren in Deutschland ausgeführt.[1][2]

[1]http://cms.augeninfo.de/hauptmenu/augenheilkunde/augenerkrankungen/liderkrankungen/lidfehlstellungen.html

[2] http://www.medizinfo.de/augenheilkunde/lid/lidfehlstellung.htm

Das Trockene Auge aus Sicht der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM)

Die TCM behandelt trockene Augen u.a. mit Akupunktur.
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Die Traditionelle chinesische Medizin, auch TCM genannt, ist mehr als die weitläufig bekannte Akupunktur. So kann neben dem möglichen Aufsuchen eines TCM-Therapeuten oder Heilpraktiker mit entsprechender Ausbildung auch eine kleine Ernährungsumstellung im Sinne der TCM helfen.

Laut der traditionellen chinesischen Medizin öffnet sich die Leber in den Augen und spricht hierbei an, dass es nach chinesischer Sichtweise, einen direkten Zusammenhang zwischen der Leber und den Augen gibt.

Ursachen sieht die TCM neben den ihnen wahrscheinlich bereits bekannten Auslösern wie zu viel Bildschirmarbeit, insbesondere in Nikotin, zu viel Kaffee aber auch Schwarztee, zu viel Alkohol aber auch zu häufigen Genuss von gebratenen Speisen sowie zu scharfen Gewürzen. All diese symbolisieren die sogenannte Hitze, welche sich unter anderem in dem Austrocknen von „Körperflüssigkeiten“, wie auch der Tränenflüssigkeit, manifestieren.

Ferner geht die TCM von einer Verbindung des Seelenlebens und der körperlichen Verfassung aus und so verwundert es nicht das auch Zorn, Ärger und Wut auf der Liste stehen. Sie macht dabei jedoch keinen Unterschied, inwieweit uns dieser bewusst ist.

Daraus ergeben sich auch die entsprechenden Gegenmaßnahmen, so sollten nach TCM, sanft kühlende Lebensmittel gewählt werden, wie Reis, leicht gekochtes oder gedämpftes Gemüse aber auch Hülsenfrüchte, wie Bohnen oder Linsen.

Ferner spricht man häufig auch von einem sogenannten „Leber-Blut-Mangel“, als weitere Variante, die zu trockenen Augen führen kann. Insbesondere Frauen verlieren demnach bei einer starken Menstruation sehr viel Blut, welches dem Körper an anderer Stelle fehlt. Ursachen sieht die TCM hierbei insbesondere in chronischen Erkrankungen, dauerhaften Schlafmangel aber auch Rauchen und zu viel Kaffee. Häufig erkennt man einen solchen Mangel an einer blassen, fast schon trocken wirkenden Zunge.

Insbesondere im Sinne der Ernährung kann man hier gut entgegensteuern, so empfehlen sich insbesondere die blutbildenden Lebensmittel wie Linsen, Eigelb, Karotten sowie Wurzelgemüse im Allgemeinen, Petersilie, dunkle Weintrauben aber auch insbesondere Rote-Beete. Besonders intensiv zur Blutbildung trägt Fleisch bei, wobei dies nach TCM in Maßen genossen werden sollte.

Allgemein wird in der TCM gekochtes Essen, dem Rohen bzw. Gebratenen vorgezogen, da es die körperliche Mitte stärkt. Jedoch liegt auch hier der Schlüssel in der regelmäßigen Anwendung.

Darüber hinaus hat sich auch folgende Teemischung bewährt. Jeweils zu 1/2 Chrysanthenen und ein Goji-Beeren. Chrysanthenen als Blüte sehen nicht nur in der Natur oder in der Teekanne toll aus, sie haben auch noch eine antibakterielle, antivirale und blutdrucksenkende Wirkung, ferner wirken sie auch entzündungshemmend. [1]

Chrysanthenen wirken stark kühlend und werden in China vor allem in den Sommermonaten als Tee oder auch in anderen Zubereitungen genossen. Je nach körperlicher Konstitution kann die kühlende Wirkung aber auch zu stark sein und so empfiehlt sich die Mischung mit Goji-Beeren.

Goji-Beeren wirken dazu auch noch blutbildend und stärken das Yin, das häufig bei Leber-Hitze zu stark ist.[2]

[1] Vgl. http://www.china-park.de/arzneien/chrysanthemi-flos/ , abgerufen am 27.08.2016

[2] http://www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog/trockene-geroetete-augen-ursachen-nach-tcm-und-ernaehrungstipps , abgerufen am 27.08.2016

Akupunktur und Akupressur

Die Akupressur ist eine gute und vor allem preiswerte Möglichkeit Beschwerden auf naturheilkundlicher Art zu lindern.

Durch leichtes Drücken auf Nerven- Energiepunkte aber auch Meridiane kann ein Impuls zur Selbstheilung gegeben werden.

Akupunkturpunkte in der TCM

Akupunkturpunkte in der TCM

Die Punkte und ihre Wirkung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Punkt 1: Insbesondere geeignet für akute Augenprobleme sowie Müdigkeit

Punkt 2: Insbesondere bei chronischen Beschwerden (wie dem trockenen Auge) aber auch Kopfschmerzen

Punkt 3: Insbesondere bei Schmerzen in den Augen oder unklarer Blick

Punkt 3.1: Stärkung der Augenmuskeln, leichter Kopfschmerz

Punkt 4: Insbesondere bei Sehstörungen aber auch Migräne

Punkt 5: Rote Augen oder auch Entzündungen

Punkt 6: Schmerzen in den Augen, kann bei Astigmatismus helfen, Schmerzen im Hinterkopf

Punkt 7: Insbesondere für den Tränenfluss verantwortlich, aber auch Augenkrankheiten

Punkt 8: Augenmuskulaturverspannungen

Punkt 9: Zur allgemeinen Vitalisierung der Augen, wird auch das „Dritte Auge“ genannt (TCM, Ayuverda)

Schüssler-Salze

Vor bereits über 130 Jahren wurde die Theorie rund um die Schüssler-Salze entwickelt. Schüssler-Salze werden ebenfalls wie homöopathische Arzneimittel potenziert, wobei jedoch die Auswahl an Wirkstoffen bzw. Salzen relativ gering ist. So ist es möglich sich relativ schnell einen gewissen Überblick zu verschaffen. Wie auch in der Homöopathie gilt hier „Ähnliches mit Ähnlichem“ zu behandeln. [1]

In der Behandlung von Trockenen Augen werden insbesondere die Salze 1, 4, 8, und 11 häufig genannt. Hier soll ein kleiner Überblick über die Salze geschaffen werden sowie die Benennung der, als äußerst wichtig betrachteten, Begleitsymptome. Wie immer empfiehlt sich jedoch der Gang zum Homöopathen, Apotheker oder auch einen Schulmediziner.

Schüssler-Salz Nr. 1 Calcium fluoratum D12

Calcium fluoratum befindet sich insbesondere in der Haut, den Knochen, Zahnbeinen aber auch dem Bindegewebe. So verwundert es nicht das gerade dies auch die Anwendungsgebiete beschreibt, wie:

  • Bindegewebsschwäche, rissige und trockene Haut, Krampfadern, Karies aber auch Krampfadern
  • Häufig sind auch Empfindungen des Juckens, Kratzen, stechen oder auch brennend wahrzunehmen
  • Weiterhin bestehen die Symptome bereits seit längerer Zeit

Auf der psychischen Ebene empfiehlt sich die Anwendung des Salzes insbesondere bei Ermüdung, schweren Träumen und Furcht, welche unbegründet ist.

Calcium fluoratum D12 wirkt vor allem langfristig, sodass eine längere Einnahme notwendig ist, die sich vor allem aufmunternd, erfrischend und klärend zeigt.

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Schüssler-Salz Nr. 4 Kalium chloratum D6

Kalium chloratum kommt in nahezu allen Körperzellen vor und fördert nach Schüssler, insbesondere die Ausleitung von Stoffwechselrückständen über die Schleimhäute (Schutzschicht von Hohlorganen, wie der Nase, Bindehaut der Augen aber auch der Mundhöhle etc.), aber auch die Entgiftung, Blutreinigung und Blutverdünnung gehört zu den Aufgaben.

Angewandt wird Kalium chloratum D6 insbesondere bei:

  • Absonderungen die wässrig, schleimig oder schaumig sind
  • Bei stechend, klopfenden und pulsierenden Empfindungen
  • Sowie bei Entzündungen der Drüsen, Schleimhäute, der Augen, Ohren, Hals, Rachen und Mandeln

Psychisch äußert sich dies häufig in vorhandenen seelischen Verletzungen oder dem Gefühl von Abhängigkeiten, Ermüdung und dem Gefühl von Ausgelaugt sein.

Kalium chloratum D6 wirkt ausleitend, unterstützt den Prozess des Loslassens sowie öffnet und entkrampft, es wirkt schnell und dabei langfristig.

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Schüssler-Salz Nr. 8 Natrium chloratum (muriaticum) D6

Natrium chloratum D6 befindet sich in nahezu allen Körperflüssigkeiten und Geweben und ist verantwortlich für den Flüssigkeitstransport und Nerven.

Es reguliert damit den Flüssigkeitshaushalt, fördert die Vermehrung von Zellen und verbessert dessen Versorgung, harmonisiert das Nervensystem sowie den Säure-Basen Haushalt sowie trägt zur Blutbildung bei.

Angewandt werden kann es insbesondere bei:

  • Allgemein insbesondere bei trockenen, kratzenden, brennenden und stechenden Empfindungen sowie Gefühl eines Sandkorns oder Missempfindungen
  • Trockener, juckender oder geschwollener Haut sowie bei Insektenstichen, Migräne, Kreuzschmerzen oder Rheuma
  • Im Augen-, Ohren-, Nasen- und Mundbereich bei Trockenheitsgefühl, Jucken aber auch Schwellungen oder verklebter Haut oder Schleimhäute

Im Bereich der seelischen Gesundheit wird es insbesondere verbunden mit Grübelei, Hoffnungslosigkeit, Heimweh, Depression, Verlusterleben oder Isolation.

Natrium chloratum wirkt schnell und unterstützt den Prozess des Los-Lassens, befreit sowie lässt verzeihen.

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Schüssler Salz Nr. 11 Silecea D12

Silecea D12 gilt auch als das klassische “Schönheits-Schüssler-Salz” den es stärkt das Bindewebe, aber auch die Knochen und Nerven. Ferner wirkt es auf Haut, Haare und Nägel und fördert den Stoffwechsel, die Regeneration und Widerstandsfähigkeit.

Es wird daher auch insbesondere angewandt bei:

  • Hautproblemen, Problemen mit den Augen oder Haaren
  • Bei langjährig bestehenden Krankheiten sowie bei entzündeter, juckender und empfindlicher Haut

Auf der psychischen Ebene insbesondere bei Unausgewogenheit, Stress, Schreckhaftigkeit, Überempfindlichkeit und Ängsten.

Silecea D12 wirkt langsam, aber dafür schützend, ordnend, strukturierend und bringt Klarheit.

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Dosis für Schüssler-Salze

Insbesondere bei Krankheiten wie Trockenen Augen, als chronische Erkrankung empfiehlt sich eine Einnahme von bis zu 2 Tabletten, bis zu 6 Mal täglich. Aber auch eine Verdopplung der Dosis, bei besonders starken Mangel ist möglich.

Da Schüssler Salze meist in Form von Tabletten mit Milchzucker hergestellt werden, eignen sich bei Laktose-Intoleranz auch Dilutionen, sprich laktosefreie Tropfen.

[1] Vgl. http://www.schuessler.dhu.de/home/therapie/geschichte-tradition.html, abgerufen am 27.08.2016

Exkurs: Lidrandentzündung

Häufig wird das Thema rund um die sogenannte Lidrandentzündung mit der des Trockenen Auges vermengt. Jedoch handelt es sich hierbei um eine ganz eigenständige Erkrankung, welche allerdings sehr weitgehende Überschneidungen mit dem Trockenen Auge hat, insbesondere im Hinblick auf einige Symptome, aber auch der möglichen Behandlungsformen. So kann grundsätzlich fast jede Behandlungsmethode der Trockenen Augen, ebenso bei einer Lidrandentzündung angewandt werden.

Ursachen und Symptome der Lidrandentzündung

Eine Lidrandentzündung kann einerseits nur allein für sich stehen oder auch in Kombination mit anderen Huterkrankungen. Auch eine potentiell gleichzeitig auftretende Bindehautentzündung (sogenannte Konjunktivitis) ist möglich.

Grundsätzlich jedoch spricht man bei einer Blephartis, von einer chronischen Lidrandentzündung.
Die Symptome einer Blephartis sind häufig verklebte, rote Lider aber auch zusätzliche Schwellungen. In fortgeschrittener Form kann es teilweise auch durch die starke Entzündung zum Ausfallen der Wimpern kommen.

Konventionelle Behandlung der Lidrandentzündung

Das A und O einer chronischen Lidrandentzündung und einer erfolgreichen Behandlung ist Hygiene sowie eine konsequente Pflege der Augenlider. So sollten unter anderem die Augenlider, als erste Maßnahme täglich drei Mal mit warmen Wasser gereinigt werden.

Auch sogenannte Wärmebrillen, Rotlichtbestrahlung (bitte lassen sie sich vorab hierzu beraten, da einige Vorsichtsmaßnahmen im Bezug auf Wärme, am Auge zu beachten sind) sowie die Reinigung mit Wattestäbchen und einer speziellen Reinigungslösung für Augen kommen in Betracht. Da

Häufig kommen auch hier Antibiotika und Cortison-Präparate zum Einsatz.

Eine weitere angewandte Therapie besteht in der bereits angesprochenen Lidrandreinigung mit Wattestäbchen in Kombination mit der sogenannten Lidrandmassage. Bei konsequenter Anwendung besteht zu einer hohen Wahrscheinlichkeit, die Chance zur Beschwerdefreiheit, wobei auch hier leider sehr viel Geduld und Ausdauer gefragt ist. Jede Unterbrechung der Behandlung kann leider wieder einen Rückschritt bedeuten.

Entsprechende Reinigungslösungen gibt es rezeptfrei in jeder Apotheke (beispielsweise Blepha Stulln oder Blephagel). Die genauen Anweisungen sollten hier durch einen Apotheker oder auch Ihren Augenarzt erfolgen.[1]

Bildquelle: iMoved Studio / Shutterstock.com

Alternative Therapien der Lidrandentzündungen

Alternative Therapie-Ansätze beziehen sich insbesondere auf homöopathische Zubereitungen, so bieten WALA und Weleda verschiedene Zubereitungen an, welche sich zur Behandlung einer chronischen Lidrandentzündung anbieten.

Wie bei allen homöopatischen Ansätzen ist es ein gutes Zeichen, wenn zunächst eine Erstverschlimmerung eintritt, denn sie zeigt an, dass die richtige Droge sowie Potenzierung gewählt wurde.

Insbesondere zu erwähnen sind hier alle Mischungen rund um Mercurialis, diese gibt es Augensalbe, aber auch Tunktur. Weiterhin auch Euphrasia comp. Augensalbe, diese enthält neben Euphrasia (Augentrost), auch Sonnenhut und Ringelblume. [2]

Grundsätzlich sollte man auf jegliche „Eigenzubereitungen“, aber insbesondere mit Kamille verzichten. Kamille kann leider zu allergischen Reaktionen führen, die dem bereits gereizten Augenareal nur noch eine zusätzliche Reizung zuführen.

Alternativ und als kostengünstige Variante bieten sich auch milde Dampfbäder an. Diese führen zu einer Verflüssigung des Sekrets in den Drüsen und können somit bei regelmäßiger Anwendung, die Symptome bedeutend mindern.

[1] http://flexikon.doccheck.com/de/Blepharitis

[2] http://www.weleda.de/produkt/e/euphrasia-comp-augensalbe , abgerufen am 07.08.2016

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